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Mobilität der Zukunft: 4 Konzepte

Unsere Gesellschaft hat sich seit der Erfindung des Automobils erheblich verändert. Mobilität ist für die meisten zur Norm geworden. Weil flexibles Arbeiten und das Streben nach unabhängigem Leben die individuelle Mobilität unverzichtbar gemacht haben.
Aber jetzt erleben wir eine neue Veränderung. Die Mobilität der Zukunft wird vor Herausforderungen wie Verkehrsstaus und Klimawandel stehen. Wohin diese rasante Entwicklung führt, kann heute vorausgesehen werden.
Auf dem Weg zur Mobilität der Zukunft
Es ist bekannt, dass die Europäer jährlich etwa 1,1 Billionen Passagierkilometer zurücklegen. Aufgrund der zunehmenden Globalisierung und des Trends zu flexiblen Lebensstilen wird diese Zahl weiter zunehmen. Aber die Art und Weise, wie sie reisen, wird sich ändern. Die Mobilität der Zukunft erfordert viele Optionen und intelligente Konzepte.
Bereits heute gibt es viele Menschen, die der Art der Mobilität des sogenannten Mobilen Innovators entsprechen. Ihr Lebensstil zeichnet sich dadurch aus, dass sie modern und flexibel sein wollen. Sie wollen aber auch nachhaltig mit Umwelt und Ressourcen leben. Sie nutzen bereits Alternativen zum Auto:
Öffentliche Verkehrsmittel
Fahrräder
Sharing-Angebote
Mobile Innovatoren wollen umweltfreundlich leben und trotzdem auf nichts verzichten. Als solche sind sie Pioniere und zeigen, wie zukunftsorientierte Mobilität heute aussehen kann.
Die Mobilität der Zukunft ist keine völlige Ablehnung des Autos. Vielmehr wird es hier einige Änderungen geben. Das Auto wird kein Statussymbol mehr sein, sondern ein Mittel zum Zweck. Dies wird ein wichtiger Bestandteil der neuen Konzepte sein. Heute gibt es 4 Konzepte der Mobilität:
Shared Mobilität
Autonomes Fahren
Konnektivität
Elektromobilität
Shared Mobilität
Es gibt bereits viele Vorschläge für eine Shared Mobilität, insbesondere auf lokaler und regionaler Ebene. Im Jahr 2017 wurden rund 33 Milliarden US-Dollar in solche Startups investiert. Auch hier wird ein großes Wachstum prognostiziert. Da heute nur 1% der zurückgelegten Kilometer durch Shared Angebote abgedeckt sind, wird eine Steigerung von bis zu 80% erwartet.
Dies geht Hand in Hand mit dem Trend weg vom Auto als Statussymbol hin zu Nutzfahrzeugen und kann die Umwelt schützen und möglicherweise auch Kosten senken.
Autonomes Fahren
In diesem Bereich wird es ein starkes Wachstum geben. Denn heute hat nur 5% der verkauften Autos Assistenten, die Teile des autonomen Fahrens umsetzen könnten. Bis 2025 sollen es bis zu 78% sein. Sie werden insbesondere im öffentlichen Verkehr eine wichtige Rolle spielen und nach Ansicht von Experten die Unfallrate drastisch senken.
Es gibt auch Testprojekte für vollständig autonome Fahrzeuge: Zum Beispiel arbeiten Waymo One-Robotertaxi-Service von Google sowie große Autohersteller wie Mercedes und BMW daran, solche Technologien weiterzuentwickeln. Apple Car muss noch offiziell bestätigt werden, aber das Unternehmen arbeitet bereits an der Verbesserung von Lösungen, mit denen gewöhnliche Autos zu selbstfahrenden Autos werden können.
Konnektivität
In einer zunehmend vernetzten Gesellschaft wird das Auto in Zukunft mehr Konnektivität haben. Denn man sieht heute, dass dieser Aspekt bei einer Kaufentscheidung immer wichtiger wird. Konnektivität ist eine Voraussetzung für viele praktische und bequeme Fahrerfunktionen wie einen persönlichen Sprachassistenten oder ein Navigationssystem.
Darüber hinaus können Fahrzeuge über Konnektivität miteinander kommunizieren und Systeme in öffentlichen Infrastrukturen wie Ampeln erkennen. Konnektivität geht also Hand in Hand mit der Weiterentwicklung des autonomen Fahrens.
Elektromobilität
Der weltweite Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge ist heute beeindruckend. Bis Ende 2021 wollen Autohersteller solche alternativen Antriebe in 50% ihrer neuen Modelle einbauen. Mit der Einführung regionaler Fahrverbote in europäischen Großstädten kann die Stärkung des Elektromobilitätsmarktes in naher Zukunft als garantiert angesehen werden.
Unabhängig davon, ob es sich um Hybrid- oder Vollelektrofahrzeuge handelt, wird die Auswahl an Elektrofahrzeugen nicht nur größer sein, sondern sie werden höchstwahrscheinlich auch in größerem Maßstab hergestellt. Darüber hinaus werden derzeit staatliche Subventionen zum Ausbau der Ladestationsinfrastruktur eingesetzt.
Batteriebetriebene Fahrzeuge legen inzwischen mehrere 100 Kilometer zurück, und auch der Ausbau der Ladestationsinfrastruktur schreitet immer schneller voran. Neben Ideen für Relaisstationen, bei denen die Batterie ausgetauscht werden kann, denken einige Unternehmen auch an eine andere Antriebstechnologie, die helfen sollte: Brennstoffzellenfahrzeuge können in einer mit Benzin- oder Dieselmotoren vergleichbaren Zeit mit Wasserstoff betrieben werden. Bei dieser Konstruktion wird anstelle einer Batterie eine Brennstoffzelle verwendet. Sie bezieht ihre Energie aus einer chemischen Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff.
Mobilität als Innovationsmotor
Ohne individuelle Mobilität können wir nicht mehr existieren. Angesichts der überfüllten Städte und des fortschreitenden Klimawandels ist die Umsetzung von Konzepten der Mobilität der Zukunft jedoch von wesentlicher Bedeutung. Dies macht die Mobilität zu einem Motor für Innovation und Technologie – für die grüne, intelligente und nachhaltige Mobilität der Zukunft.